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Urbane Digital Zwillinge sollten die städtische Infrastruktur semantisch und geometrisch möglichst genau aber auch zeitlich aktuell wiedergeben. Daher ist eine regelmäßige Aufdatierung existierender Bestandspunktwolken notwendig, um infrastrukturellen Veränderungen, z.B. im Rahmen von Baumaßnahmen, gerecht zu werden. Hierfür nutzen Städte oft terrestrisches Laserscanning oder mobiles bodengebundenes Laserscanning (Auto, Fahrrad, Backpack), da sich so effizient kleine Areal neu einmessen lassen. Diese "neuen" Punktwolken müssen anschließend effizient in die Bestandspunktwolken integriert werden, sodass eine konsistente Geoinformation entsteht. Dieser Vortrag thematisiert diesbezügliche Lösungen und beschreibt einen Workflow, der Punktwolken trotz vieler Ausreißer und Störpunkte abhängig vom geometrischen Reichtum der urbanen Bebauung automatisiert in Bestandspunktwolken registriert.

Der Einsatz von Mobile-Mapping-Fahrzeugen zur Erfassung der Umgebung von Infrastrukturnetzen, wie zum Beispiel Straßen, ist heute weit verbreitet. Infrastrukturbetreiber, darunter Städte und Landesbehörden, setzen entweder eigene Erfassungssysteme ein oder beauftragen Dienstleister, um regelmäßig 3D-Punktwolken, Bilddaten und sogar Radaraufnahmen des Straßenuntergrunds zu erfassen. Diese Daten werden jedoch häufig nur standortbezogen und für manuelle Einzelanalysen genutzt. Eine bereichsübergreifende Nutzung sowie eine umfassende Gesamtbetrachtung des Infrastrukturnetzes bleiben oft aus, wodurch ein Großteil des Potenzials ungenutzt bleibt.
Ziel sollte es daher sein, die erhobenen Daten in unterschiedlichen Anwendungsfeldern wie Planung, Überwachung und strategischer Entscheidungsunterstützung zu nutzen, indem sie in einen digitalen Zwilling der Infrastruktur überführt werden. Wir zeigen, wie moderne Sensortechnologien, KI-gestützte Analyseverfahren und skalierbare Systemarchitekturen eingesetzt werden können, um detaillierte digitale Zwillinge zu erzeugen, die sowohl die Bewirtschaftung als auch eine vorausschauende Infrastrukturplanung unterstützen. In diesem Vortrag präsentieren wir mehrere Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Straße, Schiene und Freileitungen, um die Vielseitigkeit und Anwendbarkeit dieses Ansatzes zu veranschaulichen.