Das Bayerische Satellitennetzwerk – amtliche Geodaten aus dem Weltall
Über uns
Extreme Wetterereignisse, wie Dürreperioden und Hochwasser, haben in der jüngeren Vergangenheit weltweit, aber auch in Deutschland, signifikant zugenommen. Damit nehmen die Herausforderungen z. B. für die Land- und Forstwirtschaft und für Planungen zum Hochwasserschutz zu. Fernerkundungsdaten können in diesem Zusammenhang einen großen Beitrag leisten, wenn es um fachspezifische Auswertungen, Schadensdokumentation, Präventionsmaßnahmen und/oder Monitoring geht.
Das Bayerische Satellitennetzwerk zielt auf die Erfassung und Bereitstellung solcher Fernerkundungsdaten in Form von hochaktuellen und präzise georeferenzierten Satellitenbildern ab. Das Missionskonzept sieht den Einsatz von Kleinstsatelliten, sog. CubeSats vor, die mit Multispektral-Kameras ausgestattet sind und auf sonnensynchronen Umlaufbahnen in einer Höhe von ca. 460 km fliegen.
Der Start einer Demonstrator-Mission ist für Mitte 2026 geplant und umfasst fünf aktive CubeSats im All für die Datengewinnung einer Teilfläche Bayerns. Ergebnisse dieser Demonstrator-Mission sind neben den Satellitenbildern, die initiale Missions- und Datenanalyse sowie die Erstellung und Evaluierung neuer Erfassungs- und Auswertemethoden. An der Umsetzung der Demonstrator-Mission sind das Zentrum für Telematik zusammen mit dem Startup S4 aus Würzburg, die Technische Universität München und die Bayerische Vermessungsverwaltung beteiligt.

