Achtung Barriere: Wie wir gemeinsam mit Betroffenen unsichtbare Hindernisse in der Stadt sichtbar gemacht und kartiert haben
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Innenstädte gehören allen. Der Zugang der Bevölkerung zu ihrer Stadt wird aber durch Barrieren unterschiedlichster Art erschwert. Besonders schwer ist die Lage für die, die unsichtbaren Barrieren ausgesetzt sind: Zu ihnen gehören etwa neurodivergente Menschen, die Musikbeschallung in Läden nicht ertragen können; verwundbare Personen, die dunkle Ecken und Gassen meiden; Sehbeeinträchtigte, die zwischen parkenden Autos und wandernden Baustellen die Orientierung verlieren. Um solchen Barrieren zu begegnen und eine Debatte über ihren Abbau zu ermöglichen, müssen sie zunächst sichtbar gemacht werden. Das gemeinnützige Medienhaus CORRECTIV in der Schweiz und die Hochschule Luzern haben dies mit Hilfe von hunderten Betroffenen getan, die an PopUp-Ständen oder auf geführten Spaziergängen durch die Innenstadt von Luzern ihre persönlichen Barrieren kartiert haben. Die im Rahmen des Projekts „Achtung, Barriere!“ gesammelten Daten sind auf einer speziell für solche Bürgerrecherchen programmierten, interaktiven Plattform, dem CrowdNewsroom, gespeichert und auf einer stetig wachsenden Karte verortet. Die dort erfassten unsichtbaren Barrieren werden mit Hilfe von Augmented Reality sichtbar gemacht. Bürger erfahren so über Hürden im Alltag, die sie kaum kennen. Zudem dient die Kartierung der Stadt Luzern, die das Projekt unterstützt, als Basis für einen Bürgerdialog.

