Über uns
Die Überwachung eines unterirdischen Gasspeichers ist komplex und anspruchsvoll. Bildlich gesprochen handelt es sich um ein Puzzle, bei dem nicht alle Teile vorhanden sind und nicht ganz klar ist, welches Motiv entstehen wird. Gleichzeitig ist es notwendig, das Motiv zu erklären. Dieser Prozess ist bereits für Fachleute eine Herausforderung, stellt aber auch eine große Anzahl lokaler Akteure vor große Probleme, den Prozess zu verstehen. Die Forschungskooperation Epe hat sich zum Ziel gesetzt, die Bodenbewegung am Kavernenspeicher Epe (NW-Deutschland) erklärbar und transparent zu machen sowie die Bevölkerung einzubinden. Zu diesem Zweck wurde die Forschungskooperation von der Stadt Gronau, der Bürgerinitiative Kavernenfeld Epe e.V., der EFTAS GmbH, Münster und dem Forschungszentrum Nachbergbau der Technischen Hochschule Georg Agricola, Bochum gegründet. Mittels Radar-Fernerkundung (InSAR) werden die Bodenbewegungen, die durch den untertägigen Kavernenbetrieb verursacht werden können, seit 2015 analysiert. Die InSAR-Ergebnisse werden mit den verfügbaren öffentlichen Geodaten und markscheiderischen Risswerk zusammengeführt. Alle Arbeiten werden von einem öffentlichen Beteiligungsprozess und der Einbindung einer Schule begleitet. Die Kooperation führt erstmals zu einem direkten Austausch verschiedener Beteiligter an diesem Standort und hat um ein gemeinsames Verständnis des Prozesses geschaffen.

