Studium des Vermessungswesen in Hannover und Fredericton (Kanada)
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Hannover, Vechta, Osnabrück
Promotion in Hannover, Habilitation in Vechta
seit 2007 Professor für "Geoinformatik und Geovisualisierung" an der HafenCity Universität Hamburg
seit 2019 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kartographie (DGfK)
Datum

Globale Herausforderungen angehen: Kartografie für die Zukunft und die Zukunft der Kartografie

In den vergangenen 30 Jahren gab es immer wieder massive Änderungen in der Technologie der Kartenproduktion. Von der manuellen Gravur von Druckvorlagen, über digitale Grafikerstellung, hin zu Geodaten und immer neuen Webtechnologien gab es in vielen Bereichen der Kartographie große Umbrüche. Ein Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass die Erstellung von Karten heute nur noch bedingt von ausgebildeten Kartographen übernommen wird. Daraus ergeben sich Anforderungen für den Berufsnachwuchs. Es gilt zu definieren und herauszuarbeiten, was ein Kartograph heutzutage für seine Arbeit an Wissen und Fähigkeiten benötigt, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern und die Zukunft der Kartographie zu sichern. Der Vortrag soll dazu einen Vorschlag zur Diskussion stellen.

Die absichtliche oder unabsichtliche Manipulation von Karten gab es schon immer, durch die US-amerikanische Regierung erhielt diese in der jüngeren Vergangenheit eine größere Beachtung bzw. ein größeres Bewusstsein. Andererseits stellen aber schon die Grundprinzipien der Kartographie – Modellierung, Kodierung und Kommunikation – per se ein inhärentes Risiko zur Verfälschung von Karten dar. Dieser Aspekt wird in diesem Beitrag anhand von Beispielen aus der kartographischen Generalisierung – der Datenklassifikation und der Größenänderung – verdeutlicht. Dies führt auch zur Frage nach geeigneten Trainings- und Testdaten für die KI-generierte Kartenerstellung. Es werden mögliche Lösungsansätze wie die möglichst automatisierte, detaillierte Metadaten-Generierung vorgestellt.
