Bis 1998 Studium des Vermessungswesens an der TU Braunschweig und der Universität Hannover mit der Vertiefungsrichtung "Kartographie" und der Diplomarbeit im Fachgebiet "Photogrammetrie"; gefolgt vom Referendariat in Niedersachsen mit zweitem Staatsexamen im Bereich "Vermessungs- und Liegenschaftswesen" im Jahr 2000.
Anschließend Mitarbeit in verschiedenden Forschungsprojekten in der Abteilung Geoinformation der Jade Hochschule in Oldenburg. Parallel dazu im Jahr 2005 Gründung eines Ingenieurbüros mit den thematischen Schwerpunkten "Touristische Informationssysteme" und "Erstellung von Freizeitkarten und Reiseführern" unter der Nutzung von Freier und Open Source Software. Bis heute touristische Projekte vornehmlich in Deutschland und Island.
Seit 2006 externer Lehrbeauftragter und ab 2015 für acht Jahre Lehrkraft für besondere Aufgaben für "Kartographie und Geoinformatik" am Institut für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik (IAPG) der Jade Hochschule. Daneben fünf Jahre lang Lehrkraft im Fach "Datenbanken" für Auszubildende der "Vermessungstechnik" an einer Berufsschule in Oldenburg. Bis heute nebenher Durchführung von QGIS-Schulungen für diverse Zielgruppen.
Zur Zeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAPG tätig. Ein Forschungsschwerpunkt ist die Modellierung von raumzeitlicher Unschärfe in PostgreSQL/PostGIS-Datenbanken.
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Im Forschungsverbund DiViAS (Digitalisierung, Visualisierung und Analyse von Sammlungsgut) werden historische Quellen analysiert, aus denen unter anderem Schiffsrouten rekonstruiert werden. Im Rahmen der Aufbereitung werden vor allem Logbücher transkribiert und anschließend Ortsnamen, Koordinaten, Datum und Uhrzeit von Ereignissen, Personen und Objekte mithilfe von Named Entity Recognition extrahiert. Eine Herausforderung für die Verarbeitung und die Visualisierung stellen die oft vagen raumzeitlichen Angaben in den Quellen dar. Zur kartographischen Darstellung der raumzeitlichen Unschärfe wird das Konzept der Möglichkeitsräume eingeführt. Ein Möglichkeitsraum umfasst den gesamten Raum, in dem ein Ereignis stattgefunden haben könnte. Dieser kann sich auf einen geografischen Raum, aber auch auf einen Zeitraum beziehen. Zur visuellen Unterscheidung der verschiedenen Arten und Intensitäten raumzeitlicher Unschärfe werden unter Nutzung visueller Variablen Darstellungsvarianten erstellt. Die im Projekt entstehenden Visualisierungen sollen evaluiert und perspektivisch über Webkarten zugänglich gemacht werden.